Papiergewordener Architektentraum

Papiergewordener Architektentraum

Man nehme Wasser, Zellstoff, Farbe, ein wenig Steinstaub und fertig ist: das Designpapier! Es heißt "Cement" und fühlt sich durch den Steinstaub – derselbe, der bei der Golden Gate und der Sydney Harbour Bridge verwendet wurde – spröde und rau an. "Cement" ist eine von drei Oberflächen aus der Trendpapier-Kollektion "Gmund Urban", die mit ihrer einzigartigen Materialität begeistert.

Gemeinsam haben Gmund Papier und Römerturm Feinstpapier diese außergewöhnliche Kollektion entwickelt, die die Klarheit und Zeitlosigkeit der modernen Gegenwartsarchitektur internationaler Metropolen perfekt widerspiegelt. Neben "Cement" finden sich "Brasilia," mit einer zurückhaltenden Holzstruktur sowie "Architect", mit einer so feinen Prägung, die für das Auge kaum sichtbar ist, dem Papier aber eine besondere Haptik verleiht.

Geradlinige Strukturen und offene Oberflächen

Gmund Urban erinnert an die "Lieblingszutaten" zeitgenössischer Baumeister: Geradlinigkeit, Zement und Holz.

Gmund Papier

Entstanden ist das innovative Feinstpapier in einem Ort, der wenig nach moderner Architektur und Urbanität anmutet: im oberbayrischen Gmund. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt malerisch am Nordufer des Tegernsees. Bodenständig, traditionsbewusst und urbayrisch gemütlich geht es hier zu. In dieser idyllischen Kulisse, fernab der Hektik internationaler Metropolen, werden Trends gesetzt – Papiertrends.


Seit 1829 ist der oberbayrische Ort Stammsitz der gleichnamigen Papierfabrik Gmund. Das Traditionsunternehmen, einst Hoflieferant des Königs von Bayern, ist Spezialist auf dem Gebiet der Feinstpapiere. Die innovativen Papierkreationen werden vom Tegernsee in die ganze Welt geliefert. Florian Kohler leitet die Firma in vierter Generation.

Innovativ und umweltbewusst

Das Familienunternehmen am Fluss Mangfall hat sich Innovation und Ökologie auf die Fahne geschrieben. Hier trifft traditionelle Papiermacherkunst auf modernste Technik. Alt und Neu gehen Hand in Hand. So sind in Gmund sowohl eine der ältesten Papiermaschinen Europas als auch eine hochautomatische Hightech-Schneideanlage in Betrieb.


Ein eigenes Wasserkraftwerk und Solarenergie produzieren bis zu 75% der benötigten Energie. Der Wasserverbrauch wird durch eine Abwasseraufbereitungsanlage, die mit Ozon statt Chemikalien arbeitet, verringert. Somit ist die Papierfabrik am Tegernsee eine der umweltbewusstesten weltweit.

Papiertrends vom Tegernsee

In Gmund wird Papier nicht einfach nur gemacht – es wird kreiert. In den edlen Papiervariationen steckt hohe Handwerks- und Ingenieurskunst. Das Team um Florian Kohler experimentiert mit verschiedensten Rohstoffen und Farben; ob Torf oder Hanf, Goldpartikel oder Steinstaub. Ergebnis sind edelste Feinstpapiere mit hochwertiger Ästhetik und natürlicher Haptik. Jährlich entstehen in Gmund bis zu vier Kollektionen mit vielen unterschiedlichen Produkten.

Wie man Steinstaub in Papierform bringt

Die Idee zu Gmund Urban entstand beinahe zufällig, während eines Gesprächs zwischen Gmund Papier- und Römerturm-Mitarbeitern. "Da einer unserer Kollegen damals baute, unterhielten wir uns über den urbanen Architektur- und Wohntrend. Schwärmten von der Geradlinigkeit, von dem Zusammenspiel von kühlem Stahl und warmem Holz. Plötzlich kam dann die Idee auf, dass man diesen Trend auch auf Papier übertragen müsste", erzählt Petra Roß, Martektingleiterin bei Römerturm.


Gesagt, getan – die Gmunder begannen direkt mit der Entwicklung. Farben, Zellstoff und Wasser wurden in zahlreichen Varianten kombiniert, um die Materialität von Beton und Holz darzustellen. Man experimentierte mit verschiedensten Rohstoffen, bis Texturen und Farben gefunden wurden, die den Vorstellungen der Papier-Experten entsprachen. Sowohl in Gmund als auch in Frechen ist man mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. "Wir haben eine Materialität erreicht, die es so noch nicht gab", freut sich Florian Kohler. "Es war ein spannendes Projekt, das ein ebenso spannendes Produkt hervorgebracht hat."


Das "Designerhaus für moderne Kommunikation" wie Florian Kohler die Gmund Urban Kollektion gern bezeichnet, bietet eine warmtönige und staubige Farbpalette: Dust, Powder, Grey und Black. Es findet vielerlei Anwendung wie für ästhetisch anspruchsvolle Geschäftsberichte, Broschüren, Verpackungen, Einladungen oder Visitenkarten.


Wie Gmund Urban in der Anwendung wirkt, zeigt sehr anschaulich das Beispiel der Hazem Harb's Limited Edition Box Sets für Art Dubai auf Gmund Urban Cement Grey.

Die Gmund Urban Oberflächen

Architect

Überzeugt durch eine beruhigende, sachliche und geradlinige Oberflächenstruktur.

Architect

Cement

Eine Oberfläche wie Beton, wirkt durch echten Steinstaub spröde und roh.

Cement

Brasilia

Überrascht durch seine zurückhaltende Holzstruktur.

Brasilia